Verpuffen Hartz IV Hilfen?10.3.2010
Noch hat SPD Chefin Kraft nicht erklärt, wie sie sich konkret die Hilfen für Langzeitarbeitslose vorstellt. Es gibt schon ähnliche Hilfen für Hartz IV Empfänger, die aber strittig sind.
Der frühere Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hatte bereits 2008 einen „Kommunal-Kombi“ erfunden. Nach diesem zahlte der Bund Städten mit hoher Arbeitslosigkeit über drei Jahre hinweg 50% des Lohnes, wenn diese Langzeitarbeitslose beschäftigen. So sollten 100.000 Bürger in Arbeit gebracht werden, doch tatsächlich fanden nur rund 15.500 eine Anstellung. Zum einen schafften es die Städte nicht, ihren Anteil zu finanzieren, und zum anderen konnten sie nicht genügend Jobs schaffen, welche von gemeinnütziger Art sind und reguläre Stellen nicht gefährden. Bei Ein-Euro-Jobs stellt sich heute das gleiche Problem. Langzeitarbeitslose werden für sechs Monate zu einem Stundenlohn von ein bis zwei Euro eingestellt, der von den Arbeitsagenturen übernommen wird. Doch gibt es nicht genügend Tafeln und Kleiderkammern, um eine angemessen große Anzahl an Arbeitslosen einsetzen zu können. Lässt man Sie nun in den Gemeinden den Stadtpark pflegen, so gefährdet man wieder reguläre Stellen. Weiterhin finden Ein-Euro-Jobber meist auch keine normale Anschluss-Arbeit, ermittelte das Institut IAB.
Den gesamten Artikel findet man bei RP Online
Bislang 1 Kommentare
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In “Hart aber fair” hatte die Frau Kraft nun Gelegenheit, sich zu erklären. War wirklich nichts Neues. Mit ihren Vorschlägen wird nur eine Unterschicht zementiert. Kommunale Jobs für Leute, die auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Chance mehr haben? Damit gibt sie immerhin zu, dass solche Jobs kein Sprungbrett für den ersten Arbeitsmarkt sein können, wie uns jahrelang weisgemacht wurde. Wenns nach ihr geht, gibt es zukünftig Läden, in die nur Arbeitslose gehen und von Aufstockern bedient werden. Als nächstes dürfen wir dann im Bus nur noch hinten mitfahren… und die soziale Kluft in Deutschland wird immer größer