Hartz IV Empfänger sollen freiwillig arbeiten – Wie ist das gemeint?08.3.2010
SPD-Chefin Hannelore Kraft hat ihre Forderung nach einem gemeinnützigen Einsatz von Hartz IV Empfängern weiter konkretisiert. Die Beschäftigung dieser Langzeitarbeitslosen etwa als Helfer in Altenheimen oder in Sportvereinen solle freiwillig und keine Pflicht sein, sagte Frau Kraft am Sonntag der Nachrichtenagentur ddp in Düsseldorf.
Ein “Zwang” für den gemeinnützigen Einsatz sei nicht nötig. “Ich bin davon überzeugt, dass viele das Angebot freiwillig annehmen werden, denn die ganz große Mehrheit der Arbeitslosen will arbeiten”, betonte die SPD-Landesvorsitzende.
Die Entlohnung der Langzeitarbeitslosen, die das Angebot annehmen, soll nach ihren Plänen oberhalb der bisherigen Ein-Euro-Grenze liegen. Darüber hinaus müsse der Staat die Sozialversicherungskosten übernehmen, damit auch in die Sozialsysteme Geld fließe. Durch diese Beschäftigungsverhältnisse für Langzeitarbeitslose dürften reguläre Arbeitsplätze nicht gefährdet werden. In kommunalen Bündnissen sollten Städte und Gemeinden mit der Bundesanstalt für Arbeit, Arbeitgebern und Gewerkschaften festlegen, wo diese gemeinwohlorientierten Arbeitsplätze eingerichtet werden können.
Hannelore Kraft betonte, für Langzeitarbeitslose müsse es eine Beschäftigungsperspektive auf Dauer geben. “Wenn diese Menschen sagen können, ich gehe regelmäßig arbeiten, geben wir ihnen auch Selbstwertgefühl zurück”, argumentierte die SPD-Vorsitzende und fügte hinzu: “Arbeit hat eindeutig auch mit Würde zu tun. Die zeitlich befristeten Ein-Euro-Jobs helfen dieser Gruppe von Langzeitarbeitslosen nicht weiter.”
Einen ausführlichen Bericht findet man bei Spiegel Online
Bislang 1 Kommentare
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Wie blauäugig ist das denn? JEDE notwendige Arbeit, die ohne anständige Entlohnung von irgend welchen Unterprivilegierten getan werden soll, vernichtet reguläre Arbeitsplätze! Wenn es in diesem Staat so viele Rentner gibt, dass die Pflegekräfte die Arbeit nicht mehr schaffen können – dann müssen Pflegekräfte eingestellt werden! Die Arbeit in Pflegeheimen ist physisch und psychisch sehr anspruchsvoll und sollte gut bezahlt werden. Was heißt Bezahlung mehr als 1€? Zwei oder drei Euro? Für den Chef der BA sind das ja keine Dumpinglöhne. Eigentlich reichts doch, pro Station eine ausgebildete Schwester mit Spritzerlaubnis zu haben, alles andere können doch Billiglöhner erledigen, also weg mit den teuren Fachkräften und her mit den Hartz IV- Slaven! Das, liebe Frau Kraft, ist das Ende vom Lied!