Scheitert die Arbeitssuche vieler Hartz IV Empfänger an mangelnder Einsatzbereitschaft?05.3.2010
Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) führt die scheiternde Arbeitssuche bei Hartz IV Empfängern auf die schlechte Betreuung in den Jobcentern zurück.
Langzeitarbeitslose bemühen sich aktiv um Arbeit und nutzen nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern Hartz IV keineswegs als „soziale Hängematte”. Häufig bleibe ihre Suche nach einer festen, dauerhaften Stelle allerdings erfolglos.
Die Autoren der Studie, Andreas Hirseland und Philipp Ramos Lobato sagten, dass das in der Öffentlichkeit vorhandene Bild des “passiven Transferleistungsempfängers, der ein Leben im Hilfebezug für erstrebenswert hält”, sei falsch. Oft erweise sich die persönliche Situation der Hartz IV Empfänger als Hindernis bei der Stellensuche. Persönliche und gesundheitliche Probleme oder eine nicht ausreichende Qualifikation der Betroffenen verringern die Chance bei der Stellensuche, meinen die Arbeitsmarktforscher. Standardisierte Hilfs- und Fortbildungsangebote gingen oft genauso ins Leere wie Sanktionen, betonte das Wissenschaftler-Duo.
Eine “pädagogisch ausgerichtete Unterstützung” sei erforderlich und berufliche Fortbildungsangebote müssten stärker für den Einzelfall maßgeschneidert sein, raten die Wissenschaftler. In der Studie heißt es, dass Intensivgespräche mit Hartz IV Betroffenen, die jährlich wiederholt werden, erneut Mängel bei Betreuung, Beratung und Vermittlung von Hilfebedürftigen offenbart hätten.
Den ausführlichen Artikel findet man bei Süddeutsche.de
Bislang 1 Kommentare
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Viele Arbeitgeber streben keine fairen Arbeitsbedingungen mehr an, sondern sehen sich lieber als moderne Sklavenhalter. Vom Arbeitnehmer wird vor allem “Flexibilität” verlangt, soll heißen, man könnte gleich eine Hängematte mitbringen, damit man gleich am Arbeitsplatz übernachten kann. Der Boss kann so den Wachschutz einsparen, der Arbeitgeber kann jederzeit auf seinen Sklaven zurückgreifen. “Sind Sie flexibel?” bedeutet: Wenn Sie Kinder, pflegebedürftige Angehörige, irgendwelche gesundheitliche Einschränkungen oder gar das Bedürfnis nach Privatleben haben, passen Sie nicht in unser Konzept.
Nicht umsonst ist der Anteil der Hartz-lV- Betroffenen mit Kindern besonders hoch. Nun kriegen die nicht etwa wegen dem Kindergeld, welches sie sowieso nicht kriegen massenweise Kinder, sondern sie beziehen Hartz lV, weil Leute mit Kindern eben nicht flexibel bis zum Abwinken sein können und deshalb keine Chance bekommen.
Diese ganzen schlauen Studien nützen garnichts wenn sich auf dem Arbeitsmarkt nichts zum Positiven ändert, wenn dieser Staat nicht endlich aufhört von Kinderfreundlichkeit zu sülzen und dabei die Familien ins soziale Abseits zu drängen.